Busfahrt

Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schön!

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Peru

Wir haben es geschafft, wir sind in Lima – wir sind in Peru! Bereits letzten Dienstag ging es von Guayaquil über die Grenze nach Mancora und nach kurzen Aufenthalt weiter nach Lima. In Peru ist Mancora der It-Spot für Strandurlaub. Der Ort ist ein ehemaliges Fischerdorf direkt am Meer. Der Sand ist fein und im Wasser tummelt sich zu jeder Zeit eine Schar von Surfern. Obwohl sich heute Restaurants, Schmuckläden und Touranbieter an der Straße aufreihen, ist es keinen x-beliebige Touristenhochburg, sondern der perfekte Ort zum Entspannen. Für unseren dreitägiger Zwischenstopp haben wir uns in ein kleines Bungalow einquartiert, das auf dem Hügel über Mancora thront. Die Aussicht entlohnte für den steilen Treppenaufstieg.

The place to be –Mancora

The place to be –Mancora

Warum auch immer, dachten wir noch in der Verkaufsstelle der Busgesellschaft in Mancora, dass wir mit der acht Stunden Busfahrt über die Grenzen den längeren Teil der Strecke schon hinter uns gebracht hätten. Wie haben dem Ticketverkäufer mit dem Selbstbewusstsein eines gut informierten Reisenden erklärten, dass seine Informationen nicht stimmen können. Für die Fahrtzeit hatten sich die Zahlen vier bzw. acht in unseren Köpfen verankert. Ich war fest überzeugt, dass wir den Mann nur auf Grund der Sprachbarriere falsch verstanden haben. Freundlicherweise notierte er alle Eckdaten noch einmal auf einem Stück Papier: Mancora – Lima, 18 Stunden. Abfahrt am Freitagabend um sechs Uhr und Ankunft voraussichtlich am Samstag um ein Uhr Mittags. Völlig überfordert haben wir das Büro wieder verlassen.

Es war eigentlich immer klar, dass es viel Zeit und Anstrengung kosten wird, Südamerika mit dem Bus zu bereisen, aber irgendwie ganz tief drin haben wir wohl geglaubt, dass uns die ganz langen Busreisen bis Chile, Argentinien erspart bleiben. Vielleicht waren wir von Ecuador, das für südamerikanische verhältnismäßig klein ist, zu verwöhnt und haben von dem einen Land auf das andere geschlossen. In der achten Klasse meinte einmal meine Erdkundelehrerin zu mir, dass ich in ihrem Unterricht wie ein schwarzes Loch sei – vielleicht hatte sie recht und ich hätte mal besser aufpassen sollen.

Wir haben unser Schicksal akzeptiert und sind am Freitag wie geplant weiter gefahren. Bei 18 Stunden und über Nacht – da richtet man sich besser gut ein. Der Sitz ist jetzt dein Leben. Gott sei Dank, reise ich mit einer hübschen Blondine, die Spanisch spricht. Mit einem Lächeln hat sie uns die besten Sitze verschafft: ganze vorne oben links direkt hinter der Frontscheibe. Hier hat man nicht nur die schönste Aussicht, sondern auch den meisten Platz. Auf der Fahrt nach Lima ging es durch die Wüste am Meer entlang. Die Straße hat sich durch riesige Sandberge gewunden. Ich habe mal wieder festgestellt, dass es zwar einen Unterschied macht ob man zwei, vier oder acht Stunden fährt, aber sobald man die zehn überschreitet, ist es egal, ob es nun zwölf oder achtzehn Stunden sind. Es ist einfach von Anfang an klar, dass es ewig dauern wird. Wie sich mal wieder raus stellt ist es alles nur Einstellungssache und mit der entsprechenden Vorbereitung kein Problem. Die letzten zwei Stunden waren etwas hart, aber mit etwas Verspätung sind wir dann doch noch an dem schönen Busbahnhof in Lima angekommen und wurden von der Gastfamilie von Kimmis Schwester herzlich empfangen!

2 Kommentare

  1. Hallo ihr zwei!
    Opa hat euch jetzt in der Favoriten-Leiste :) #rightnexttogoogle
    Habt noch ein schönes WE in Lima und tanzt schön 😉

    Kussi
    Mimi und #Opa :)

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