Santiago-Ausblick

Santiago de Chile – fast wie zu Hause

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Chile

Es ist nach langer Zeit mal wieder so weit – wie sind in einer Großstadt! Hier gibt es Malls. Wir haben diese Tatsache genutzt und uns mit allem eingedeckt, was uns seit Lima abhanden gekommen ist – und das ist mitlerweile leider einiges. Denn Santiago de Chile lässt sich definitiv nicht mit den großen Städten Boliviens vergleichen. Hier läuft alles sehr organisiert ab. Die Autos hupen nicht und sie halten sogar an Zebrastreifen an, wenn man dort steht. Man muss sich glatt erst wieder daran gewöhnen, nicht panisch über jede Straße zu sprinten, um nicht überfahren zu werden! Nur geordnet in der Schlange stehen, das können die Chilenen nicht.

Wir hatten wunderbare Tage bei unseren großartigen Gastgebern

Wir hatten wunderbare Tage bei unseren großartigen Gastgebern

Wir haben mal wieder Glück gehabt und konnten bei einer Familie unterkommen. Manchmal bin ich selbst überrascht, wie viele Menschen ich in Südamerika über einige Ecken kenne. Man bekommt einen ganz anderen Einblick, wenn man für ein paar Tage mit Einheimischen zusammen lebt. Ich bin natürlich auch begeistert, die Gelegenheit zu bekommen, so viel Spanisch zu reden. Diesmal haben wir bei dem Sohn von sehr guten Freunden meiner Großeltern gewohnt. Nach vielen Wochen in 12-Bett-Zimmern und mehr oder weniger schmutzigen Bädern, haben wir unser eigenes Zimmer und Bad genossen. Christian und Jimena haben uns sehr herzlich aufgenommen und wir haben bei gutem Essen und Wein jeden Abend stundenlang gequatscht! Was für eine wunderbare Abwechselung zum Backpacker-Alltag.

Santiago und seine Bevölkerung erinnern uns sehr an eine nordeuropäische Großstadt. Mit knapp 7 Millionen Einwohnern und einer schier unermesslichen Weite, lässt es sich jedoch wirklich nicht mit Hamburg, Frankfurt oder Berlin zu vergleichen. Nichtsdestotrotz wirkt die Stadt nicht hektisch und ist super sauber und modern. Durch die riesige Größe, muss man sich ein wenig die netten Ecken suchen – wenn man hier lebt, verlässt man sein Viertel kaum. Als Tourist gibt es nicht wirklich viel zum Anschauen. Besonders gut hat uns gefallen, dass die Stadt so viele Parks und Grünflächen, sowie tolle Aussichtspunkte vorweisen kann.

Santiago-Grün

Die Stadt ist erstaunlich grün

In Santiago steht das höchste Gebäude Südamerikas, der „Gran Torre Santiago“, mit einer Höhe von 300 Metern. Das Gebäude ist erst letztes Jahr fertig gestellt worden und man kann mit einem super schnellen Aufzug bis auf die Aussichtsplattform hochfahren und eine beeindruckende Sicht über Santiago genießen. Hier wird einem die Größe der Stadt erst richtig bewusst. Wir haben uns doch ein wenig erschrocken, wie klar Sichtbar der Smog von hier oben und den anderen Aussichtsplattformen ist! Santiago liegt in einem Kessel, umgeben von Bergen und der Smog kann deswegen kaum abziehen.

    Die Stadt von oben gibt ein wirklich beeindruckendes Bild ab

Die Stadt von oben gibt ein wirklich beeindruckendes Bild ab

Nichtsdestotrotz hat uns die Stadt überzeugt. Jedes Viertel hat seine kleinen Cafés und schicken Bars – Santiago de Chile scheint ein sehr lebenswerter Ort zu sein. Wir hatten hier großartige Tage und könnten uns beide vorstellen, eine Zeit lang in Santiago zu leben.

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